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Ein Reetdach gehört zu den schönsten und traditionsreichsten Dachformen überhaupt. Dennoch ist es – wie jede andere Dacheindeckung – nicht für jedes Gebäude und nicht für jeden Bauherrn die richtige Wahl. Wer sich für ein Reetdach entscheidet, sollte die Vorteile kennen, aber auch die Besonderheiten und Herausforderungen.

Höhere Anschaffungskosten

Ein Reetdach ist in der Regel kostenintensiver als viele andere Dacheindeckungen. Die nahezu vollständige Handarbeit, die hohe Materialqualität sowie der vergleichsweise große Zeitaufwand für die Ausführung sind die Hauptgründe dafür.

Regelmäßige Wartung ist wichtig

Besonders der First, Anschlüsse, Dachfenster, Gauben und andere stark beanspruchte Bereiche sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Nicht jedes Gebäude eignet sich

Nach den Fachregeln wird für Reetdächer grundsätzlich eine Regeldachneigung von mindestens 45 Grad empfohlen. Flachere Dächer trocknen langsamer ab und können dadurch schneller altern.

Brandschutz und Versicherungen

Moderne Reetdächer werden heute nach den geltenden Bauvorschriften geplant und ausgeführt. Reetdächer können von Versicherern anders bewertet werden als andere Dachdeckungen.

Häufige Fragen
Ist ein Reetdach pflegeintensiv?
Nicht unbedingt. Regelmäßige Inspektionen und kleinere Wartungsarbeiten helfen dabei, den Zustand langfristig zu erhalten.
Ist ein Reetdach teurer als ein Ziegeldach?
In vielen Fällen ja. Der höhere Anteil an Handarbeit und die aufwendige Verarbeitung führen häufig zu höheren Investitionskosten.
Kann jedes Haus ein Reetdach bekommen?
Nein. Dachneigung, Konstruktion, Statik und baurechtliche Vorgaben müssen im Einzelfall geprüft werden.
Fazit

Ein Reetdach bringt einige Besonderheiten mit sich, die Bauherren kennen sollten. Gleichzeitig lassen sich viele dieser Punkte durch eine fachgerechte Beratung, hochwertige Materialien und regelmäßige Pflege gut berücksichtigen.